Fundgrube
Schauen Sie doch einfach öfter mal bei uns rein! Neben den „typischen“ historischen Baustoffen haben wir in unserer Fundgrube bestimmt auch mal das eine oder andere, das Sie überraschen wird oder vielleicht auch schmunzeln lässt.
Marmorfliesen
Marmorfliesen
- Historische Bodenplatten aus Kirchenausbau/Altarraum
- Jura-Marmor
- Farbe grau-gelb
- Abmessungen 96,5x96,5 cm und 96,5 x 112 cm
- Plattendicke 2cm und 3cm
- 50 - 60 kg/Platte
Wissenswertes über Jura-Marmor
Jura-Marmor ist der bedeutendste deutsche Naturwerkstein für den Baubereich, er wurde in unzähligen Fensterbänken, Treppenhäusern und Böden verbaut; ein Kalkstein mit gelblicher bis blaugrauer Tönung, welcher seinen Namen durch seine Fundorte im Jura-Gebirgszug des Jura nordwestlich und nördlich der Alpen erhielt. Weitere Juraschichten finden sich nördlich des Hochrheins, in der Schwäbischen Alb und der Fränkischen Alb.
Jura-Marmor wird seit dem Mittelalter als Massiv-Mauerwerk, für Denkmäler und Grabsteine eingesetzt. Seit etwa 60 Jahren ist seine Bedeutung als Baustoff für Fassaden-, Wand- und Bodenplatten, Fensterbänke und Treppenstufen jedoch sprunghaft angestiegen.
Die Jura-Vereinigung hat zur einfacheren Klassifizierung feste Materialbezeichnungen herausgegeben. So gibt es die Bezeichnungen „Jura-Marmor gelb“, Jura-Marmor gelb gebändert“, „Jura Marmor grau-gelb“ und "Jura-Marmor grau-blau“.
Jura-Marmor weist häufig eingeschlossene Fossilien auf und durch Einsprengungen von Metalloxyden ist er teilweise geblümt, gesprenkelt oder mit rot-braunen Flecken versehen, welches ihm einen ursprünglichen Charakter verleiht. So wird Jura-Marmor überall dort eingesetzt, wo man ein luxuriöses, aber trotzdem natürliches, warmes und nicht aufdringliches Ambiente erzielen möchte. Jura-Marmor wird daher gerne sowohl in Privathäusern, sakralen Gebäuden, aber auch in öffentlichen Einrichtungen verbaut.
Bei der Pflege sollte unbedingt auf besondere Pflegemittel zurückgegriffen werden, da herkömmliche Reinigungsmittel den Marmor angreifen würden. „Ausblühungen“, d.h. matte bzw. stumpfe Stellen auf dem Marmor, können z.B. dann entstehen, wenn durch Wassereinwirkung aus dem Material gelöste Stoffe an der Oberfläche zu Kalkstein auskristallisieren. Durch das Schleifen der Stellen mit Diamantscheiben verschiedener Körnungen können diese wieder beseitigt werden.
Sinnvoll kann auch ein anschließendes Auftragen eines atmungsintensiven Schutzes sein. Beachtet man die besonderen Pflegebedürfnisse von Marmor, wird man sein ganzes Leben Freude an diesem Material haben, welches soviel gediegene Wärme verströmt.
